Dokumentation

VISION e.V. Bericht

80 Verstorbene aus Köln und Leverkusen

80 Menschen starben im Jahr 2025 an den Folgen ihres Konsums und den Folgen der repressiven Haltung Deutschlands. Mit den notwendigen Handlungen hätte der Tod vieler dieser Menschen verhindert werden können.

Ein Schilderwald mit 80 Schildern, die auf die 80 toten Menschen aufmerksam machte und aufzeigte, dass es nicht nur Drogengebrauchende waren. Jede einzelne Person hatte ein Leben, dass aus weitaus mehr als Drogen bestand. Es waren Kinder, Väter, Mütter, Freund*innen und Arbeitskolleg*innen, die geliebt und vermisst werden und es nicht verdient haben, auf Junkies reduziert zu werden.

Claudia benannte als konkrete Maßnahme die Sicherstellung von Arbeitsplätzen und die Bereitstellung ausreichend großer Räume zum Aufenthalt von Menschen, die konsumieren. Beides ist Grundvoraussetzung, um gute Arbeit leisten zu können. Arbeit, die am Ende zum Überleben beiträgt und die beständig hohe Zahl der Verstorbenen reduzieren kann.

Veränderung jetzt, um Leben zu retten, dieser Forderung schlossen sich die Besucher und Besucherinnen an und nutzten das „open mic“, um diese kundzutun.

Die Veranstaltung wurde musikalisch begleitet von dem Düsseldorfer Singer und Songwriter Danny mit einem Mix aus akustischer Musik mit Gesang und modernen Pop Beats.

Entgegen den vorjährigen Gedenkminuten blieb es in diesem Jahr still, bis auf die Stimme von Julie, die schöne Worte fand, um uns durch die Gedenkzeremonie zu führen. (siehe Videomitschnitt)

Zwei kleine Highlights sind noch zu erwähnen. Zum Einen mischte sich Prof. Dr. Hendrik Streeck unter die Besucher*innen, der die DILLE27 kennenlernen wollte und eine kurze Austausch Runde mit den Mitarbeitenden nutzte.

Zum Anderen boten die Kolleg*innen den Interessierten eine Siebdruck Aktion an, um T-Shirts und Stoffbeutel mit dem Logo des Gedenktags zu bedrucken. Alle 60 T-Shirts und 40 Beutel gingen in die Hände der Besucher*innen über und wurden bereits vor Ort angezogen. Somit wird der Gedenktag auch im laufenden Jahr weiterhin sichtbar bleiben.

 



Dokumentation

Aids Initiative Bonn e.V. & JES Bonn

Der Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende fand diesjährig unter dem Motto „Verändern, um Leben zu retten“ statt. Am 21. Juli organisierte die AIDS-Initiative Bonn e.V. (AIB) wieder gemeinsam mit JES Bonn einen Aktions-, Protest- und Trauertag am Szenetreffpunkt Kaiserbrunnen mit

  • einer Gedenkinstallation und Teilnahme an der bundesweiten Aktion
  • einem Infostand mit Give-aways und mehrsprachigen Präventionsmaterialien.

Als prominenter Gast war der renommierte Suchtforscher Prof. Daniel Deimel, TH Nürnberg G.S.O., und Kuratoriumsmitglied der Aidshilfe NRW, vor Ort in Bonn dabei. http://daniel-deimel.de/

Unterstützt wurde der Aktionstag ferner von Ehrenamtlichen sowie Horst-Dieter Müller vom „Elternkreis Bonn“ arwed e. V. (arwed-nrw.de). AIB-Vorstandsvorsitzender Jürgen Repschläger betonte: „Was wir gerade vor dem Hintergrund des steigenden Crack-Konsums als Direktmaßnahme dringend brauchen, ist eine Ausweitung der Öffnungszeiten bestehender Konsumräume. Mittelfristig braucht Bonn eine dezentrale Struktur von Konsumräumen, möglichst in allen Stadtbezirken.“

Die Aktion erhielt große Aufmerksamkeit von Betroffenen und vielen interessierten Menschen, darunter auch Peter Kox, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bonner Stadtrat https://www.spd-bonn-im-rat.de/personen/peter-kox/, sowie Munirae Gharevi-Kox, Leiterin der „Bonner Offensive zur Überwindung der Wohnungslosigkeit“ https://bonneroffensive.de/ueber-uns/. Am Infostand gab es lebhafte Diskussionen über Forderungen und Maßnahmen, um drogengebrauchende Menschen vor Konsumrisiken zu bewahren und zu schützen. Der Generalanzeiger berichtete ausführlich.

siehe auch: IMPRESSIONEN VOM INTERNATIONALEN GEDENKTAG FÜR VERSTORBENE DROGENGEBRAUCHENDE am 21. Juli 2026 in Bonn – AIDS INITIATIVE BONN e.V.

Eingesandt von:

Aids Initiative Bonn e.V. & JES Bonn



Dokumentation

Fachdienst Suchthilfe, Kontaktladen & Streetwork Rostock

„Am Gedenktag haben wir uns in Rostock auf unserem Hinterhof vom Kontaktladen in der August-Bebel-Str 2 getroffen und uns gemeinsam erinnert. Wir haben gegrillt und es wurden gemeinsam Kerzen entzündet und Steine bemalt. In einer ruhigen Atmosphäre kamen wir miteinander ins Gespräch. Viele bunte Steine wurden als Zeichen der Erinnerung gestaltet und werden in unserem Garten ausgelegt. Der tag ist für uns und die Besucher:innen besonders wichtig, auch wenn es jedes Jahr ein trauriger Anlass ist. “

Eingesandt von:

Fachdienst Suchthilfe, Kontaktladen & Streetwork Rostock



Dokumentation

Drogenhilfe Knackpunkt Erfurt

Anlässlich des internationalen Gedenktages für verstorbene Drogengebrauchende fanden in Erfurt zwei Veranstaltungen statt, die Raum für Erinnerung, Begegnung und Information boten.

Im Drogenkontaktcafé „Knackpunkt“ kamen Besucherinnen und Besucher zu einer Gedenkfeier zusammen. Im Rahmen einer Andacht sprach Pfarrer Michael Neudert Worte des Trostes und der Hoffnung. Während einer Schweigeminute bestand die Möglichkeit, persönlich Abschied zu nehmen und der Verstorbenen zu gedenken. Im Anschluss lud ein gemeinsames Kaffeetrinken ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erinnerungen zu teilen und sich gegenseitig zu stärken.

Am Nachmittag wurde der Gedenktag mit einem Informationsstand auf dem Fischmarkt in die Innenstadt getragen. Symbolisch auf Stühlen platzierte Schattenrisse erinnerten an die verstorbenen Menschen und luden Passantinnen und Passanten zum Innehalten ein. Die Installation machte deutlich, dass hinter jedem Drogentodesfall ein Mensch mit einer eigenen Geschichte steht und gab den Verstorbenen noch einmal einen sichtbaren Platz in unserer Mitte. Die Gespräche am Stand boten die Gelegenheit, auf das Thema aufmerksam zu machen, über die Lebensrealität drogengebrauchender Menschen zu informieren und für mehr Verständnis und gesellschaftliche Teilhabe zu werben. Der Gedenktag erinnert daran, wie wichtig niedrigschwellige Hilfsangebote, Prävention und gesellschaftliche Solidarität sind. Vor allem aber setzt er ein Zeichen gegen das Vergessen und für einen respektvollen Umgang mit den Menschen, die viel zu früh verstorben sind.

Eingesandt von:

Drogenhilfe Knackpunkt Erfurt



Dokumentation

Familienorientiertes Suchthilfe-Zentrum Wesel

Nach dem Motto „Gemeinsam gegen Stigmatisierung von Suchtkranken“ haben sich am 21.07.2026 zum internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende Mitarbeitende des Familienorientierten Suchthilfezentrums und Mitarbeitende aus kooperierenden Einrichtungen in der Fußgängerzone in Wesel versammelt und dort einen Infostand zum Thema betrieben.  In diesem Jahr haben wir zu diesem Anlass auf die Stigmatisierung von Suchtkranken Menschen aufmerksam gemacht. Mit der Mitmachausstellung „Stigma- sehen, hören, fühlen- und handeln“ haben wir Passanten für die Thematik  sensibilisiert und dabei überwiegend eine positive Resonanz erhalten. Zudem ist es uns gelungen, den mittlerweile überregional bekannten Grafity-Künstler Raphael Wiese für unsere Aktion zu gewinnen. Dieser zeigte seine Solidarität, indem er vor Ort ein Kunstwerk zur Thematik erstellte und das für uns vollkommen kostenfrei.

Gerade die Problematik von Wohnungslosigkeit hat in Wesel unter den drogengebrauchenden Menschen stark zugenommen und führte bei vielen Betroffenen zu einer deutlichen Verschärfung des Konsummusters und reduziert damit deren Lebenserwartung. Auch ist die fachärztliche Versorgung für die von uns betreuten Menschen immer mehr unzureichend. Dies wurde nochmals in einem am 24.07.2026 in der NRZ Wesel erschienen Presseartikel zum Gedenktag angesprochen.

Mit Anwesend waren  Mitarbeitende der Bewährungshilfe,  Mitarbeitende des Jobcenters,  Mitarbeiterinnen von SPIX e.V. (Sozialpsychiatrische Initiative Xanten), Mitarbeiterinnen der Evangelischen Stiftung Lühlerheim (die die Mitmachausstellung zur Verfügung stellte), welche jeweils aus ihrer Sichtweise von ihren Erfahrungen aus der Arbeit mit suchkranken Menschen berichteten und deren schwierige Situation in der aktuellen gesellschaftlichen Lage aufzeigten.

Im Laufe des Vormittags gesellten sich immer wieder aktuelle und ehemalige Klientinnen und Klienten des Suchthilfezentrums dazu und gaben uns entsprechen positive Rückmeldungen, dass wir ihre schwierige Situation im Rahmen des Gedenktages entsprechend würdigen.

Eingesandt von:

Familienorientiertes Suchthilfe-Zentrum Wesel



Presse

Presseberichte zum Gedenktag in Berlin

 

 

 



Presse

SWR – Internationaler Gedenktag für Drogentote Drogenberatung in Pirmasens warnt vor Mischkonsum



Dokumentation

Jugend- und Drogenberatung Pirmasens

Diese Woche fand am 21.07.2026 der Internationale Gedenktag verstorbener Drogengebrauchender Menschen statt. Auch wir von der Jugend- und Drogenberatung Pirmasens haben uns anlässlich dieses besonderen Tages engagiert und ein temporäres Denkmal auf dem örtlichen Wochenmarkt zur Erinnerung an die Verstobenen errichtet.

Sowohl Angehörige, Betroffene wie auch interessierte Passanten waren eingeladen bei der Kreativaktion mitzuwirken und ein gemeinsames Zeichen zu setzen. Im Laufe des Vormittags wurde so die Gedenkstätte bestehend aus liebevoll verzierten Pappkartons immer weiter vergrößert und durch Namen, Symbolbilder und Texte ergänzt. Unter dem diesjährigen Motto „Verändern, um Leben zu retten“ bestand außerdem die Möglichkeit mit Mitarbeitern der Beratungsstelle ins Gespräch zu kommen und sich über Hilfsangebote zu informieren. Die Aktion wurde initiiert, um das Thema aus der Tabuzone zu holen und sich für Menschen einzusetzen, die oftmals in Vergessenheit geraten.

Eingesandt von:

Jugend- und Drogenberatung Pirmasens



Dokumentation

Kontaktladen LOFT – Plan B gGmbH

Wir haben in diesem Jahr eine eigens eingerichtete Themenseite auf unserer Webseite erstellt, mit Interviews mit Mitarbeiter*innen und Klient*innen. Hierzu befindet sich der Flyer mit dem QR-Code der zur Webseite

Eingesandt von:

Kontaktladen LOFT – Plan B gGmbH