Drogenhilfe Knackpunkt Erfurt
Anlässlich des internationalen Gedenktages für verstorbene Drogengebrauchende fanden in Erfurt zwei Veranstaltungen statt, die Raum für Erinnerung, Begegnung und Information boten.
Im Drogenkontaktcafé „Knackpunkt“ kamen Besucherinnen und Besucher zu einer Gedenkfeier zusammen. Im Rahmen einer Andacht sprach Pfarrer Michael Neudert Worte des Trostes und der Hoffnung. Während einer Schweigeminute bestand die Möglichkeit, persönlich Abschied zu nehmen und der Verstorbenen zu gedenken. Im Anschluss lud ein gemeinsames Kaffeetrinken ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erinnerungen zu teilen und sich gegenseitig zu stärken.
Am Nachmittag wurde der Gedenktag mit einem Informationsstand auf dem Fischmarkt in die Innenstadt getragen. Symbolisch auf Stühlen platzierte Schattenrisse erinnerten an die verstorbenen Menschen und luden Passantinnen und Passanten zum Innehalten ein. Die Installation machte deutlich, dass hinter jedem Drogentodesfall ein Mensch mit einer eigenen Geschichte steht und gab den Verstorbenen noch einmal einen sichtbaren Platz in unserer Mitte. Die Gespräche am Stand boten die Gelegenheit, auf das Thema aufmerksam zu machen, über die Lebensrealität drogengebrauchender Menschen zu informieren und für mehr Verständnis und gesellschaftliche Teilhabe zu werben. Der Gedenktag erinnert daran, wie wichtig niedrigschwellige Hilfsangebote, Prävention und gesellschaftliche Solidarität sind. Vor allem aber setzt er ein Zeichen gegen das Vergessen und für einen respektvollen Umgang mit den Menschen, die viel zu früh verstorben sind.
Eingesandt von:
Drogenhilfe Knackpunkt Erfurt




