Beitrag & Bilder: Flingern mobil e. V. Düsseldorf

Internationaler Gedenktag für verstorbene drogengebrauchende Menschen

Zum Gedenken an verstorbene Drogengebrauchende in der Stadt Düsseldorf haben die katholische und die evangelische Kirche am Dienstag einen ökumenischen Gottesdienst in der St. Elisabethkirche gehalten.

„In diesem Gottesdienst nehmen wir Menschen in den Blick, die oft nur als Gruppe wahrgenommen werden. Heute geht es um einzelne, individuelle Menschen mit einer eigenen Geschichte“, so Diakon Kehrbusch. Für die evangelische Seite stand Pfarrer Fricke dem Gottesdienst vor.

Der Gottesdienst mit anschließendem Programm ist seit 2002 ein fester Bestandteil von Flingern mobil.

Gewidmet war der Gottesdienst den 49 namentlich bekannten Menschen, die im vergangenen Jahr an Drogen oder den Folgen des Drogenkonsums in Düsseldorf verstorben sind. Ein wichtiges Ritual ist für uns die Benennung und das Anzünden der Kerzen zum Gedenken. Ein kurzer Moment der Ruhe, Stille und Anteilnahme.

Nach dem Gottesdienst gab es Kaffee und Raum sich auszutauschen, gemeinsam zu trauern oder sich abzulenken. Vor der Kirche verteilten die Sozialarbeitenden gepackte Tüten mit verschiedenen Überraschungen, die das Leben auf der Straße erleichtern können. Zudem wurden Schmetterlinge, als Symbol des Gedenkens an die Verstorbenen, mit Kreidespray auf den Boden vor der Kirche gesprüht.

Organisiert und gestaltet haben den Gottesdienst die evangelische und katholische Kirche in der Stadt Düsseldorf gemeinsam mit den Organisationen in der Landeshauptstadt, die Hilfsangebote für drogengebrauchende Menschen anbieten: Caritasverband, Diakonie, Drogenhilfe, Flingern mobil, IN VIA und der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer.

Beitrag & Bilder von:

Geschrieben von Denise Rosenzweig (Flingern mobil e.V.)